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#1

Miramella-Genetik, Aufruf zur Mitarbeit

in Beobachtungen in Österreich 05.07.2012 23:14
von Toni • 490 Beiträge

Liebe Miramella-Freunde!

Wer Lust und Zeit hat, kann mich unterstützen. Ich möchte Miramella grob genetisch untersuchen.
Hierzu bräcuhte ich Material von Miramella irena aus Kärnten.

HInterbeine würden reichen. HIerzu müsste ich aber sicher sein, dass es irena ist (Länge der Flügel achten).d
Das Ganze müste in 70% Alkohol gelagert werden.

Ich begann heute mit den Aufsammlungen bei Wildon.

HIer fand ich auch Micropodisma salamandra in Kopula, also adult.


Lg, Toni

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#2

RE: Miramella-Genetik, Aufruf zur Mitarbeit

in Beobachtungen in Österreich 06.07.2012 09:51
von Christine • 1.226 Beiträge

Hallo Toni,

ich sammle gerne Miramella irena an den vom Vorjahr bekannten Standorten für dich, dazu müsstest du mir noch einiges erklären.

Umbringen mit Essigäther ist ok? Wie viele Tiere (Männchen?) brauchst du? Und soll ich dann das Fläschchen per Post schicken? Leichter zum Verschicken gingen ja wieder eingefrorene Tiere, aber möglicherweise sind sie dann verdorben und für genetische Untersuchungen unbrauchbar.

Danke für Infos und lg
Christine


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#3

RE: Miramella-Genetik, Aufruf zur Mitarbeit

in Beobachtungen in Österreich 07.07.2012 13:12
von Toni • 490 Beiträge

Hallo Christine!

Das ist wunderbar.

1. Töten in Alkohol, 70 %.
2. Material in Alkohol mindestens 70%.

Achtung: es reichen Hinterbeine der Männchen (je ein HInterbein). Diese müssen aber sofort in Alkohol.

Danke Christine
Meine Adresse:
Steyrergasse 72/8
A-8010 Graz

Liebe Christine:
Noch was. WEnn du Zeit und Lust hast schau zu einem Odontopodisma-und Isophya-PLatz.

Du fährst nach Rinkolach, von dort inRichtung SW zum Grennzbach. Unten am Bach am linken (Westufer) Ufer an der Forstraßenkreuzung.

LG, Danke, Toni

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#4

RE: Miramella-Genetik, Aufruf zur Mitarbeit

in Beobachtungen in Österreich 09.07.2012 11:09
von Oli S • 135 Beiträge

Hallo Toni!

Ich war vor drei Tagen in den Lienzer Dolomiten unterwegs und bin dort auf 1300 m Seehöhe auf eine Miramella-Population gestoßen, die ich laienhaft zu M. irena stellen würde, anbei ein paar Bilder dazu.

Was sagt der Kenner dazu?

Viele Grüße

Oliver

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#5

RE: Miramella-Genetik, Aufruf zur Mitarbeit

in Beobachtungen in Österreich 09.07.2012 12:08
von Christine • 1.226 Beiträge

Hallo!

@Oliver
Alleine an der Flügellänge darf man ja die Bestimmung laut Toni nicht festmachen, aber etwas kurz kommen sie mir trotzdem vor, vor allem beim Weibchen.

@Toni
Den Auftrag in Rinkolach habe ich gestern teilweise erledigt.
Odontopodisma war kein Problem, da hab ich sofort ein paar Tiere gesehen, so nahm ich an, dass ich am richtigen Platz war. Zu meiner Überraschung und Freude stellten sich die beiden untersuchten Weibchen als schmidti heraus!
An diesen großen, dunklen, vorstehenden Lappen der Subgenitalplatte kann man, wenn man's einmal gesehen hat, die schmidti-Weibchen auch an der Oberseite erkennen.






Dann galt es, Isophya zu finden. Am Nachmittag, wie's noch extrem heiß war, bilde ich mir ein, einmal kurz das Matratzengeräusch im US-Detektor gehört zu haben. Danach leider nicht mehr, obwohl ich sicher 3 Stunden (bis 20:30 Uhr) mit eingeschaltetem Detektor auf- und abmarschiert bin (mit kurzer Unterbrechung zwecks Batterienkauf an einer Tankstelle). Gehört habe ich einige Barbitistes serricauda, ohne sie zu sehen, und vermutlich eine Leptophyes albovittata. Das singende Männchen hab ich zwar auch nicht entdecken können, obwohl es keine 30 cm entfernt sein konnte, aber ein Weibchen (noch Larve?) saß dort in unmittelbarer Nähe eine Stunde lang unbeweglich auf einem jungen Ahorntrieb.


Besonders gefreut habe ich mich noch über einen anderen Fund: direkt neben dem Weg sprangen, in einem rascheltrockenen Bereich, neben Ch. parallelus, Ch. brunneus, Eu. brachyptera, Oe. carulescens-Larven auch etliche (ich denke, es kann nichts anderes sein) Podisma pedestris herum!








Danke, Toni, für diesen Geheimtipp! Deine Miramella irena kriegst du demnächst, werde sie heute oder morgen holen gehen.

lg
Christine


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#6

RE: Miramella-Genetik, Aufruf zur Mitarbeit

in Beobachtungen in Österreich 09.07.2012 13:21
von hospiton • 2.720 Beiträge

Hallo Christine!

Gratuliere zu all Deinen Entdeckungen, nur so viel in Kürze: Deine Leptophyes-Dame ist eine L. boscii (denke auch, dass es noch im letzten Larvenstadium ist)!!!

Lg,

Werner


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#7

RE: Miramella-Genetik, Aufruf zur Mitarbeit

in Beobachtungen in Österreich 09.07.2012 17:09
von Christine • 1.226 Beiträge

Danke dir, Werner!

Das mit den Leptophyes werde ich nie lernen, ich war mir mit albovittata beinahe sicher, weil ich der Meinung war, bei boscii müsste man, zumindest im fortgeschrittenen Alter, einen gelben und einen schwarzen Streifen sehen, und schwarze Flügelanlagen?
Kannst du nicht bitte deinen Trick verraten, woran du die immer so schnell und sicher unterscheidest!

lg
Christine


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#8

RE: Miramella-Genetik, Aufruf zur Mitarbeit

in Beobachtungen in Österreich 09.07.2012 17:27
von Günther • 2.336 Beiträge

Hallo Christine,

gehe ich recht in der Annahme, dass das der aktuelle Kärntner Erstnachweis von O. schmidtii ist?? Wenn ja, herzliche Gratulation an Toni und Dich! Wenn nein, trotzdem Gratulation!

Das mit dem gelbschwarzen Streifen bei boscii betrifft nur die Männchen. Weibchen schauen recht unspektakulär einheitlich grün aus, haben aber die schwarzen Stummelflügel. Bei den Larven sieht man die natürlich noch nicht, aber da hätte albovittata in diesem späten Stadium schon den zweiten unteren weißen Längsstreifen, der L. boscii-Weibchen fehlt (die haben nur den oberen).
Schau´s Dir mal in der orthoptera.at-Artenliste an, da wird es Dir wie Schuppen von den Augen fallen.

LG,
Günther


zuletzt bearbeitet 10.07.2012 22:30 | nach oben springen

#9

RE: Miramella-Genetik, Aufruf zur Mitarbeit

in Beobachtungen in Österreich 09.07.2012 17:53
von Günther • 2.336 Beiträge

Und vielen Dank für das Bild vom Genitalapparat, jetzt weiß ich endlich, wie man die unterscheidet!
Ich war jetzt so frei und hab Dein schmidtii-Bild einem von decipiens gegenüber gestellt (Leithagebirge letztes Jahr), damit man mal diesen Unterschied sieht (von oben). Wie Du sagst, decipiens hat diese schwarzen Dinger einfach nicht, das ist ja viel einfacher, als ich dachte!;-) Sind die bei schmidtii fehlenden rosa Hinterknie auch ein Unterscheidungsmerkmal, oder ist das nicht verlässlich?


links schmidtii, rechts decipiens

LG,
Günther


zuletzt bearbeitet 09.07.2012 17:54 | nach oben springen

#10

RE: Miramella-Genetik, Aufruf zur Mitarbeit

in Beobachtungen in Österreich 14.07.2012 09:17
von Christine • 1.226 Beiträge

Hallo!

@Günther
Danke für diese eindrucksvolle Collage, ich freue mich schon auf das Lehrbuch, das du mit Werner herausgeben wirst!

Das Schwarz der Lappen springt ins Auge, laut Hölzel geht es aber doch auch anders, er bezeichnet die Lappen bei schmidti als "oft geschwärzt". Hier ist die Zeichnung aus Hölzel, E.: Heuschrecken und Grillen Kärntens, 1955. (Falls das gegen das Copyright verstößt, bitte löschen.)

Über die Beinfärbung schreibt Hölzel bei schmidti: "Hinterschenkel grün, unten gelb, mit roten Knielappen".

@Toni
Hast du die Miramella irena-Haxn bekommen? Wär schade, wenn sie in der Post vergammeln, aber im 70% Äthanol halten sie hoffentlich eine Weile durch. Ich hab leider nur mehr ganz wenige Tiere gefunden, insgesamt 3, nur Männchen, von denen ich zwei erwischt und so lange festgehalten habe, bis sie es vorgezogen haben, mir "freiwillig" ihr Bein zu überlassen. Brutal, ich weiß, und ich bin selber erschüttert über mich! Aber vielleicht können sie einhaxert trotzdem noch ihre Lendenkraft sinnvoll einsetzen, d.h., wenn sie überhaupt noch ein Weibchen finden.

Mir ist jetzt wieder ein Isophya-Fund gelungen, als ich in den Gailtaler Alpen planlos und zufällig in einem feuchten Graben (auf 870 m SH) stehengeblieben bin. Auf einmal hatte ich das typische Quietschen im US-Detektor. Ich frage mich, ob die Tiere gar nicht so selten sind und wegen ihrer geringen Dichte und wegen der zarten Stimmchen nur oft übersehen werden? Ich hab ca. 5 Männchen gehört und 2 davon sowie ein Weibchen gesehen. Zu lange wollte ich in dem in Aufforstung begriffenen, hochgrasigen Hang nicht herumstiefeln, um keine Tiere zu zertreten, die sind ja zu langsam zum Flüchten. Ist es wieder I. brevicauda?










Den Gesang hab ich auch aufgenommen, mit und ohne US-Detektor. Mir sind die Viecher leiser vorgekommen als die im Klagenfurter Becken, aber das kann auch am lauten Bachrauschen gelegen haben.
https://www.youtube.com/watch?v=i4-HmY8pQaI

In dem Hang waren auch mehrere Strauchschreckenarten vertreten, griseoaptera sowiese, aptera hab ich oft gehört, Foto ist mir nur von einer Larve gelungen.

Und fallax war auch häufig. (Hoffe, das stimmt.)


Ebenso gab es etliche M. roeselii, darunter dieses langflügelige Tier.


Beim M. irena-Sammeln am Ossiachersee sind mir noch einige hübsche Tiere begegnet, Barbitistes serricauda, Männchen und Weibchen, und eine (diesmal hoffentlich waschechte ;-) L. albovittata.






Und da waren noch diese Falter, der erste ist das Braunfleck-Widderchen Dysauxes ancilla, soll xerophil sein und eher zu den seltenen gehören.

Und dieses winzige Falterchen finde ich im Lepiforum nicht.


Danke für Hilfe und lg
Christine


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