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#1

Miramella, 4 Männchen aus Kärnten von Günther Wöss genitalisiert

in Heuschrecken-Kartierung Österreich 03.09.2011 15:41
von Toni • 490 Beiträge

Servus Günther!

Die Miramellas sind gestern bei mir angekommen.
Herzlichen Dank.
Ergebnisse:
1. Langflügelige Miramella vom Dobratsch ist eine sehr typische irena.
2. Seebergsattel. 1. Ind. typ. carinthiaca. 2. Ind. mit sehr breiter Basis an der Dorsalvalve. Wäre daher schon ein Übergang zu M. alpina alpina wie einige Tiere aus den Niederen Tauern. Dennoch wie jene aus den Niederen Tauern wegen der insgesamt schlanken Valven zu carinthiaca zu stellen.
3. Von der Saualpe sollte eine typ. carinthiaca zu finden sein: Ind. hat aber eine sehr dünne Basis der Ventralvale. Vor der Mitte und der Basis zeigt sie jedoch im Gegensatz zu irena keine Verdickung. Daher auch zu carinthiaca zu stellen.

1. irena Dobratsch
2. carinth. Seeberg
3. carinth. Seeberg
4. carinth. Saualpe


LG, Toni

Angefügte Bilder:
DSCN5359 - Kopie.JPG
DSCN5362 - Kopie.JPG
DSCN5365 - Kopie.JPG
DSCN5368 - Kopie.JPG
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#2

RE: Miramella, 4 Männchen aus Kärnten von Günther Wöss genitalisiert

in Heuschrecken-Kartierung Österreich 03.09.2011 20:10
von Günther • 2.337 Beiträge

Super Toni, vielen Dank!
Dass die vom Seebergsattel tatsächlich zu carinthiaca gehören, hätte ich wirklich nicht gedacht - mit diesen Flügeln? Da sieht man recht schön, wie wenig auf die Flügellänge zu geben ist. Hier eines der determinierten Tiere, die den Weg in Tonis Sammlung gefunden haben: Miramella carinthiaca.



LG,
Günther

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#3

RE: Miramella, 4 Männchen aus Kärnten von Günther Wöss genitalisiert

in Heuschrecken-Kartierung Österreich 04.09.2011 12:14
von Toni • 490 Beiträge

Hallo Günther!

Die Flügellänge der Tiere vom Seebergsattel entspricht meiner Meinung nach mehr oder weniger den squamipteren Formen von Miramella alpina alpina und carinthiaca. Wieder gilt der Grundsatz je tiefer gelegen die Fundorte desto länger die Flügel.
Miramella carinthiaca geht auf der steirischen (kärntner Grenze) Seite der Koralm auch unter 1300 m Seehöhe, erreicht aber nie microptere (also längere) Flügellänge. Ebenso am Gleinalmhöhenzug zwischen Leoben und Frohnleiten.
Spannend ist, dass z. B. auf der Hochalpe über der Waldgrenze nur mehr extrem selten Miramella zu finden ist. Nach der Flügellänge käme sowohl M. carinthiaca als auch M. alpina collina in Frage. Die Seltenheit von Miramella dort ist für mich ein Indiz, dass es sich hier um ein Mischzone von M. carinthiaca und M. alpina collina handeln könnte, die zu infertilen Tieren führt, was die Seltenheit der Tiere dort erklärt? Dass M. carinthiaca (wenn sie dort vorkommt) es dort schwer hat vesteht sich, da sie von NW, Nord und Südost von M. alpina collina umringt wird und das nächste Vorkommen erst am Kleinen Speik westlich von Übelbach zu liegen kommt.
Müsste einmal Anfang August hinauf und sammeln.

Leider kennen wir bis dato keine Mischzonen von M. carinthiaca und M. alpina alpina und M. alpina alpina versus M. alpina collina.

Maria Zacherl ist vielleicht auf eine interessante Zone der Miramella-Verbreitung im Gebiet des Schneeberges gestoßen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es dort am Berg in einem Höhenbereich die eine Art von der anderen abgelöst wird.
Aber wann sollen wir das untersuchen?


LG, Toni


zuletzt bearbeitet 04.09.2011 20:01 | nach oben springen


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