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#1

Mecostethus parapleurus in der Klosterneuburger Au

in Beobachtungen in Österreich 17.09.2014 21:34
von BrigitteHab • 53 Beiträge

Hallo alle miteinander!
Konnte heute den sonnigen Nachmittag bei der Arbeit in der Klosterneuburger Au verbringen. Auf einer neu angelegten Wiese, die vorerst mal von Sorghum halepense (Wildsorhgum) dominiert wird, konnte ich jede Menge Mecostethus parapleurus feststellen. Weiters noch Ruspolias und Phaneropteras . Dieses Sorghum ist wirklich verdammt hoch, es ist zum Teil höher als 1,5m. Drunter sieht man jedoch schon die ersten Erfolge der Wieseneinsaat. Das Habitat scheint also zu passen.
Neugierig wie ich bin, habe ich natürlich im Atlas nachgesehen mich gewundert, dass westlich von Wien kaum Punkte von Mecostethus in den Auen eingetragen sind, es handelt sich wohl um Erfassungslücken, oder?. Da haben sich in der Zwischenzeit sicher schon einige neue Fundpunkte oberhalb von Wien ergeben oder sind die nach wie vor so selten.

Liebe Grüße und einen schönen Abend von
Brigitte

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#2

RE: Mecostethus parapleurus in der Klosterneuburger Au

in Beobachtungen in Österreich 22.09.2014 18:46
von Thomas Z-K • 727 Beiträge

Liebe Brigitte!
Das ist ja spannend - Neubegrünung und gleich ist sie da. Die Lauchschrecke war früher im Pannonikum ein Zeiger für Spitzenfeuchtgebiete, wirklich verbreitet nur am Neusiedler See und in den March-Thaya-Auen. Durch die Klimaveränderung, die uns wärmere aber auch feuchtere Sommer beschert ist diese Art - ähnlich wie Ruspolia - offenbar sehr bevorzugt und breitet sich ordentlich aus. Die Donauauen westlich von Wien werden woh aktuell überrannt, wir hatten auch eine beim Heuschreckenkurs in Stockerau. Btte Deine Beobachtungen wie immer auch für den Atlas dokumentieren!
Liebe Grüße
Thomas

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#3

RE: Mecostethus parapleurus in der Klosterneuburger Au

in Beobachtungen in Österreich 22.09.2014 22:35
von Günther • 2.279 Beiträge

Hallo zusammen!

Da kann ich Ähnliches vom Wochenende berichten.
Im oberösterreichischen Zentralraum und im südlich daran anschließenden Salzkammergut gibt es ja ein riesiges Verbreitungsloch bei dieser Art. Nun verhält es sich so, dass sich meine Mutter netterweise eine Ferienwohnung im Hinterland des Attersees zugelegt hat. Dort war ich am Wochenende, und die Lauchschrecke war bei weitem die häufigste Art, sie sprang auf lückigen Magerwiesen ebenso umher wie in den üppigen Fettwiesen, ja sogar am Schotterweg vor dem Haus! Zu meiner großen Überraschung fand ich sogar noch eine Larve.
Neben Ruspolia wohl also tatsächlich DER Klimagewinner - und gleichzeitig eine der schönsten Kurzfühlerarten bei uns. Da kommt Freude auf!

LG,
Günther


zuletzt bearbeitet 22.09.2014 22:37 | nach oben springen

#4

RE: Mecostethus parapleurus in der Klosterneuburger Au

in Beobachtungen in Österreich 22.09.2014 23:18
von Liesi • 224 Beiträge

Hallo Ihr !
Ich war auch erstaunt, Mitte August in der Nähe von Steyr in Oberdambach beim Spaziergang auf diesen Wiesen Unmengen Lauchschrecken , Larven und Adulte - hab noch nie so viele auf einmal gesehen !


Viele Grüße
Liesi


zuletzt bearbeitet 24.09.2014 12:01 | nach oben springen

#5

RE: Mecostethus parapleurus in der Klosterneuburger Au

in Beobachtungen in Österreich 23.09.2014 12:01
von BrigitteHab • 53 Beiträge

Ist ja schön zu hören, dass sich die Lauchschrecken verbreiten. Mir war nämlich die Sichtung beim Heuschreckenkurs in Stockerau auch in Erinnerung, deswegen auch die Frage ans Forum.
die Historie dieser Wiese ist noch ein bisserl komplexer wie bisher geschildert. Es war einige Jahre lang eine artenarme ruderale Wiese, die zwar als Wiese genutzt wurde, allerdings wohl mal ein Wildacker oder so war. Da das aus botanischer Sicht nicht ausreichend war wurde letzte Saison eine Einsaat mit regionalem Saatgut getätigt, die aber dann vom Hochwasser unter einer Schlammschicht begraben wurde, deswegen kam dann massenhaft Sorghumhirse auf. Die ist heuer zwar hoch, aber nicht sehr dicht. Ich glaube allerdings, dass in den Randbereichen der Fläche wohl immer passende krautige Strukturen vorhanden waren, so dass Mecostethus schnell wieder einwandern konnte.

Hoffentlich gibt es noch ein paar schöne Tage, so dass noch was zu sehen ist.
Grüße Brigitte

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